Kurzfassung: Bei vielen Unternehmen liegen 70–95 % des Carbon Footprints in Scope 3. Diese Emissionen liegen nicht in direkter Kontrolle. Schwer zu messen — aber was nicht gemessen wird, kann nicht reduziert werden.
Definitionen
- Scope 1: direkte Emissionen aus eigenen Quellen.
- Scope 2: indirekt aus eingekaufter Energie.
- Scope 3: Rest der Wertschöpfungskette, 15 Kategorien.
Die 15 Kategorien
Upstream
- Eingekaufte Waren und Dienstleistungen
- Investitionsgüter
- Brennstoff- und energiebezogene Aktivitäten
- Upstream-Transport
- Abfall aus Betrieb
- Geschäftsreisen
- Pendeln
- Upstream-Mietobjekte
Downstream
- Downstream-Transport
- Verarbeitung verkaufter Produkte
- Nutzung verkaufter Produkte
- Entsorgung verkaufter Produkte
- Downstream-Mietobjekte
- Franchises
- Investitionen
Methoden
- Lieferantenspezifisch (höchste Genauigkeit).
- Hybrid.
- Durchschnittsdaten.
- Spend-based (niedrigste Genauigkeit).
Strategie: Top-20-Lieferanten lieferantenspezifisch, Rest spend-based.
Datenquellen
- ERP / Einkauf
- HR / Reise
- Logistik (tkm)
- LCA
- Lieferantenfragebögen / CDP
Häufige Fehler
- "Meine Lieferanten messen nicht" — spend-based starten.
- Doppelzählung Kat-1 vs. Kat-4.
- Nutzungsphase ignorieren.
- Excel als System.
Die Rolle von ETTA
ETTA verknüpft ERP-Einkauf mit Emissionsfaktoren, sammelt Lieferantenumfragen und liefert CDP/GHG-konforme Berichte für alle 15 Kategorien — mit Quellen- und Methodennachweis.
Fazit
Erst grob messen, größte Kategorie priorisieren, jährlich genauer werden.